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Klavier
lernen - ein Spaß, der sich in jedem Alter
lohnt. Zum Klavier lernen ist man nie zu alt. Natürlich ist es besser, damit in jungen Jahren anzufangen, aber theoretisch lässt jedes Alter den Neustart zu. Beim Klavierspiel agiert man mit vorgefertigten Tonhöhen. Man braucht also weniger ein fein ausgeprägtes Gehör, als vielmehr manuelle Geschicklichkeit. Aber diese lässt sich natürlich lernen und trainieren. Und gerade hierin liegt letztendlich auch der unermesslich große Nutzen, der über den rein musikalischen Aspekt hinausgeht: Hier werden Vorgänge trainiert, die auf die Unabhängigkeit der Bewegungen positiven Einfluss haben. Und das Koordinieren von Bewegungen beim Klavierspiel und gleichzeitige Kontrollieren über das klangliche Ergebnis ist die richtige Vorbereitung für jeden, dessen Tätigkeiten große Konzentration und die Fähigkeit zum multi-tasking erfordert. Klavier lernen macht also nicht nur Spaß, sondern bereitet auch optimal auf schulische und berufliche Anforderungen vor. Man muss nicht Pianist werden, um Freude am Klavierspiel zu haben. Nur die wenigsten schaffen es, in die höchsten Regionen des Klavierspiels vorzudringen. Die Anforderungen hierfür sind immens. Aber weitaus die meistens Stücke verlangen ein Niveau, das auch von guten Amateuren bewältigt werden kann. Und dieses Niveau zu erreichen, ist bei entsprechender Übung und Begabung keinerlei Hexenwerk. Zum Beispiel ist Beethovens berühmtes Klavierstück "Albumblatt Für Elise" durchaus nach zwei bis drei Jahren fleißigen Übens spielbar, der 1.Satz der Mondscheinsonate ebenfalls. Und die gesamte U-Musik, die zur Zeit aktuell ist und gern gespielt wird (z.B. die Klaviermusik aus "Die wunderbare Welt der Amelie") dürfte innerhalb dieses Zeitraums ebenfalls spielbar sein. Beethovens große Klaviersonaten allerdings - und dies fängt bei der berühmten "Pathetique" an - verlangen den versierten Spieler. Dennoch werden auch diese Stücke, wie zum Beispiel auch die Walzer von Chopin, nach ca. fünf bis sechs Jahren zu bewältigen sein, immer kontinuierliches Üben vorausgesetzt. Für die großen Werke der Klavierliteratur, zum Beispiel Beethovens "Hammerklaviersonate", Schuberts "Wanderer-Fantasie" oder Ravels "Jeau d'Eau" benötigt man pianistische Fähigkeiten und langjähriges intensives Üben. Hier sind die Grenzen zum Liebhaber-Pianisten bereits überschritten. Wann beginnt man mit dem Klavierpiel? Wenn Kinder mit dem Klavier lernen beginnen, so können sie dies bereits im Kindergartenalter tun. Es gibt hier entsprechende Klavierschulen und -übungen, die auch den Kleinen bereits Spielfreude vermitteln können. Aber natürlich ist auch ein späterer Beginn möglich. Wahrscheinlich liegt der optimale Beginn im Bereich der frühen Grundschulzeit, also zwischen 6 und 8 Jahren. So früh angefangen, hat man bis zur Pubertät in der Regel einen solchen Stand erreicht, der das Klavierspiel in die tägliche Planung fest einbindet und man es nicht missen möchte. Die Pubertät ist in der Regel der härteste Prüfstein für das Klavierspiel, wie auch für andere Neigungen, die sich trotz der seelisch instabilen Lebensphase und aufkommender anderer Interessen immer wieder durchsetzen müssen. Fängt man erst als Erwachsener mit dem Klavierspiel an, so kann man in der Regel auch noch einen Stand erreichen, der einem Hör- und Spielgenuss bereitet. Natürlich gaht das Lernen, wie auch Umgehen mit den manuellen Bewegungsabläufen, entsprechend langsamer. Kontinuität ist hier deshalb ebenso wichtig, will man Erfolg mit seinem Üben haben. |
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